Der Autor:
Auch wenn Aaron Cometbus es sich vielleicht gar nicht vorgenommen hat, das beste Fanzine der Welt herauszubringen, auf jeden Fall ist es ihm gelungen, Cometbus zu einem der am längsten existierenden amerikanischen Underground-Publikationen zu machen. Als Kind der Punk-Bewegung begleitet er seit nunmehr über 20 Jahren mit Ironie, politischem Scharfsinn, aber auch Kritik die Veränderungen dieser Subkultur in seiner spezifisch amerikanischen Ausprägung. War sein Fanzine Anfang der 80er-Jahre noch ein Mitteilungsblatt der lokalen Punk-Szene, das Artikel über Bands der kalifornischen Bay Area veröffentlichte, berichtete er in den 90ern vor allem über seine ausgedehnten Reisen durch die USA und Europa.
Cometbus handelt von urbanen Landschaften, komischen Situationen, alternativen Lebensformen, der Erforschung der Hintergründe von Missverständnissen, schlaflosen Nächten und Kaffee. Kurze, knappe Artikel in der ersten Person Singular versuchen einzufangen, was passiert, wenn man mit offenen Augen und Ohren in den schäbigen Innenstädten von Berkeley bis Berlin herumläuft. Aarons Abenteuerlust verbunden mit seiner Begabung, Sinn aus den alltäglichsten Begebenheiten zu ziehen, machen Cometbus zu einem inspirierenden Lesevergnügen. Cometbus ist Punk-Ethnographie, niemals anmaßend, niemals beschönigend, und immer koffeinhaltig. Der Autor lebt mittlerweile in New York und schreibt weiter.